Losung für Samstag, 21. März 2020: „Der HERR spricht: Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke.“ (3.Mose 26,6)

Schlaflosigkeit – eine Tortur, die viele Menschen quält. Zeit und Platz für Gedanken, für Kummer und Sorgen. Wie ein Pizzateig vom Nudelholz immer mehr ausgebreitet wird, so walzt die Schalflosigkeit unsere Ängste und Sorgen aus zu einer weiten Fläche. Und umgekehrt wie im Lied von Reinhard Mey (über den Wolken) werden die nichtigen und kleinen Dinge plötzlich wichtig und groß.

Dabei wäre jetzt das Träumen so enorm wichtig. Wenn in Träumen das Erlebte verarbeitet wird, haben meine Träume jetzt viel zu tun. Viel beschäftigt mich. Viele Bilder sind vor meinen Augen – wenn auch meist nur via Bildschirm. Die Vorbereitungen und Maßnahmen, die Notstandsgesetze und Erlässe, sie erinnern mich an einem Kriegszustand. Jeder muss jetzt „Opfer bringen“ wir schon von den Regierungen hörbar. Wie geht es da den Menschen, die ich jetzt nicht besuchen kann und darf, die schon einen Krieg oder die schwere Zeit danach erlebt haben?

Ich merke schon für mich: ich brauche Bilder des Friedens. Ich sehne mich danach. Bilder, in denen Menschen sich in den Arm nehmen können, ohne Angst, angesteckt zu werden. Bilder, in denem Menschen miteinander essen und trinken, lachen, singen und reden. Bilder von gemeinsam spielenden Kindern. Bilder von einer gefüllten Schulklasse. Ja, ich sehne mich inzwischen sogar nach einem überfülltem Bus. Normalität eben – und Frieden. Und diesen Frieden verheißt mir Gott. Das ist meine Hoffnung. Meine Gewissheit.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. (Phil.4,7)